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Interview "Hof des Monats August 2012" mit Carsten Thiel
vom Islandpferdehof Lykkuriddari- 22955 Hoisdorf

hier geht's zur Fleygur Website von Lykkuriddari

Im Nordosten Hamburgs liegt der kleine, gemütliche Islandpferdehof Lykkuriddari.

Nach ersten Anfängen in Hamburg Hoisbüttel und in Elmenhorst bei Bargteheide ist das Team seit Sommer 2009 auf dem neuen Hof in Hoisdorf angekommen.

Der Hof liegt am Rand der Gemeinde Hoisdorf in der Nähe zum Großensee bei Ahrensburg direkt im Landschaftsschutzgebiet. Das Reitwegenetz beginnt direkt am Hof. Hier kann man in herrlicher Landschaft wunderschöne Ausritte direkt ab dem Hof zum Beimoorwald, Großensee, Mönchsteich bis hin zum Sachsenwald unternehmen.

Bild : Lykkuriddari - Brunnenkoppel

 

 

 

Fleygur: Herr Thiel, Lykkuriddari – die Glücksritter, wer hat sich diesen Namen für Ihren Hof und Ihre Pferde ausgesucht und warum?

Carsten Thiel: Der Name ist abgeleitet vom dänischen „Lykka“ (Glück) und isländischen „Riddari“ (Ritter), daraus wurde Lykkuriddari – die Glücksritter und gründet sich auf den Ursprüngen des Hofes, als meine Frau Christiane zusammen mit Ina Lübken (Trainer IPZV) die ersten Koppeln in Hoisbüttel gepachtet hat. Ina  und Christiane haben sich in Dänemark auf einem Islandpferdehof kennengelernt und dort  zusammen gearbeitet. Dort entstand die Grundidee für den heutigen Islandpferdehof, Namen und Logo.

Fleygur: Erzählen Sie mal etwas über die Geschichte der Islandpferde Lykkuriddari.

Carsten Thiel: Islandpferde Lykkuriddari hat seinen Anfang auf den Koppeln in HH-Hoisbüttel, die auch heute noch von Ina in Eigenregie betrieben werden. Zusätzlich wurde ein zweiter Standort bei Bargteheide bezogen, an dem wir schon erste Stallanlagen zur Verfügung hatten und die Reitschule ihren Anfang hat. Durch die wachsenden Ansprüche forcierten wir dann die Suche nach einem eigenen Stall und wurden im Sommer 2009 in Hoisdorf fündig. Grosser Pluspunkt ist die Reithalle und das tolle Ausreitgelände. Der Hof liegt am Rande der Gemeinde Hoisdorf mit direktem Zugang zu dem Reitwegenetz und mitten in der Natur; ist aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Eine Wohlfühloase für Pferd und Reiter.

Fleygur: D.h. wer tolle Ausritte in die Natur liebt, der ist bei Ihnen an der richtigen Adresse. Wie sieht so ein typischer Ausritt ab Hof aus, was erwartet Pferd und Reiter in der Umgebung?

Carsten Thiel: Bei der Wahl des Hofes haben wir grossen Wert auf abwechslungsreiche Ausreitmöglichkeiten und direkte Anbindung an diese gelegt. In herrlicher Landschaft können wunderschöne Ausritte direkt ab dem Hof zum Beimoorwald,  Großensee, Mönchsteich bis hin zum Sachsenwald unternömmen werden. Weiter gibt es direkt ab Hof die Möglichkeit, eine kleine oder grosse Waldrunde zu drehen. Bei den Ausritten zu den Seen besteht die Möglichkeit mit den Pferd ins Wasser zu gehen, auf allen Runden gibt es gute Möglichkeiten für lange Galopp- und Töltstrecken. Schön ist auch, das es auf den verschiedenen Ausritten nette Raststätten für Pferd und Reiter gibt.

Fleygur: Hört sich toll an. Sie organisieren aber auch noch anderer Orts Wanderritte z.B. geht es regelmäßig zur Insel Poel?

Carsten Thiel: Ja, der Wanderritt auf Insel Poel hat für die Teilnehmer mittlerweile Kultstatus und wird von uns seit 10 Jahren angeboten. Meine Frau stammt aus Wismar und kennt sich daher in Mecklenburg Vorpommern sehr gut aus. Zunächst fuhr sie mit einigen Reitern aus Hoisbüttel privat nach Poel und dann zog es immer weitere Kreise. Inzwischen fahren jedes Jahr regelmässig über 20 Reiter mit auf die Halbinsel vor Wismar, die Fahrten sind regelmässig ausgebucht. Höhepunkt ist jedes mal der Tagesritt am Samstag, mit Strandritten an der Ostsee, mit gemütlicher Rast auf der Steilküste zum Fischessen.

Fleygur: Aber auch wer reiten lernen oder sich weiterbilden will, bekommt bei Ihnen ein abwechslungsreiches Unterrichts- und Kursprogramm geboten. Was sind die jährlichen Highlights auch für turnierambitionierte Reiter?

Carsten Thiel: In der Woche bieten wir Gruppen- und Einzelunterricht sowie Beritt an, hierfür gibt es ein Team von 5 Reitlehrern; Einzelunterricht findet u.a. bei Ina Lübken statt. Dazu gibt es mehrmals im Jahr Seminare mit externen Reitlehrern wie Hannah Damouche, Andreas Nick, Søren Vad aus Dänemark. Highlight für die Reitschüler, die noch kein eigenes Pferd haben ist im September das Turnier in Hoisbüttel; einige von unseren Einstellern reiten mittlerweile auch auf Sportturnieren. Höhepunkt bei uns auf dem Hof sind die Vorführungen der Reitschüler beim Sommer- und Weihnachtsfest. Ab 2013 planen wir in der gerade fertiggestellten neuen Reithalle ein eigenes kleines Hausturnier.

Fleygur: Im Belegungsplan der Reithalle sind Samstags vormittags die “Erbsen” eingetragen? Verraten Sie uns, wer kommt da regelmäßig zum Unterricht?

Carsten Thiel: Unsere "Erbsen" beginnen ab 4-5 Jahren und erlernen in Gruppen die ersten Schritte im Umgang mit dem Pferd. In diesen Gruppen teilen sich 2/3 Kinder ein Pferd und reiten abwechselnd an der Longe oder werden im Schritt geführt. Dazu gehört auch das Putzen und das richtige Füttern nach dem Reiten, sowie abschliessend die Pferde wieder auf die Koppel zu bringen. 


Fleygur: Wir befinden uns mitten in den Sommerferien. Wann finden die nächsten Ferienwochen für Kinder und Jugendliche statt, was wird geboten und nehmen Sie noch Anmeldungen entgegen?

Carsten Thiel: Unsere nächsten Ferientage bieten wir im Herbst an, hier gibt es noch einige freie Plätze. Im nächsten Jahr werden wir jeweils in den Oster-, Sommer- und Herbstferien Aktivitäten anbieten; auch wollen wir ab 2013 verstärkt die Möglichkeit anbieten Kindergeburtstage auf unserem Hof zu verbringen.


Fleygur: Vielen Dank für das Interview!


Christiane Thiel mit Hnoss am Ostseestrand auf der Insel Poel
Fotos © Lykkuriddari.