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von Veronika Raithel

Januar 2017 - „Juchu, wir fahren mit dem Schlitten!“

Klirrende Kälte, Sonne und Schnee: Wir Islandpferde lieben natürlich den Winter! Und auch unsere Besitzer scheinen sich sehr daran zu erfreuen, wenn wir im Schnee auf der Koppel toben und mit ihnen durch den Winterwald tölten.
Bei so viel Spaß zusammen, vergessen sie auch schnell ihre kalten Hände und Füße, das eine oder andere eingefrorene Zubehör und alles andere, was den Winter aus Reitersicht vielleicht mühsam macht.
In diesem Jahr wollten Frauchen und Co mal was ganz Besonderes mit uns ausprobieren: Sie haben einen alten Holzschlitten mitgebracht, den sie nach vielen Jahrzehnten auf dem Dachboden wiedergefunden haben. Wir Isländer sind ja bekannt für unsere guten Nerven und so ging es gleich mit dem Skijöring- Geschirr von Sieltec los....
Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass ich die Arbeit mit der Doppellonge und auch das Fahren vom Boden aus schon gut kenne! Ein wenig Vorsicht muss natürlich auch beim besten und nervenstärksten Pony unbedingt an den Tag gelegt werden. Aber dann steht dem Spaß nichts mehr im Wege....


Ich wollte unbedingt mehr von Herrn Krüger von der Herstellerfirma Sieltec erfahren, deshalb habe ich ihn nach der Schlittenfahrt interviewt.

Hallo Herr Krüger! Vor zwei Wochen kam mein Frauchen mit so ein paar eigenartig zusammen gesetzten Leinen, die sie mir vor die Brust und über den Rücken gelegt hat. Dann hat sie mich geführt und plötzlich kam von hinten ein Zug. Zuerst war es etwas komisch, aber da sich mein Frauchen so gefreut hat, bin ich brav weitergelaufen. Wir haben das jetzt schon öfter gemacht und langsam macht es auch mir richtig Spaß. Wie kommt man denn auf so eine Idee und was ist das Besondere am dem Geschirr?

Nun das Skijöring selbst, also ein Skifahrer wird hinter einem gerittenen Pferd hergezogen, kommt nicht von uns, sondern aus Skandinavien und wird dort schon lange gemacht. In vielen anderen Ländern mit besseren Schneebedingungen ist es ebenfalls zu Hause. Bekannt ist es ja auch durch St. Moritz in der Schweiz geworden. Hier finden alljährlich richtig tolle Skijöring-Wettkämpfe statt, mit Rennpferden auf dem zugefrorenen See. Nicht zuletzt sei gesagt, die Idee mit einem Schlitten hinter einem Pferd oder Pony zu fahren, hat doch jedes Kind irgendwann mal und versucht hat es auch jeder, der nur entfernt dazu die Möglichkeit gesehen hat. Unser Geschirr aus diesen Hohlgeflechten (hohle Seile) ist natürlich dazu besonders gut geeignet, da es aus Polyethylen gefertigt ist, damit winter-, wetter- und wasserfest ist und wenn man es länger nicht benutzt, schimmelt auch nichts. Es ist extrem leicht, optimal gepolstert, stufenlos verstellbar (innerhalb der Standardgrößen), reißt, zwickt und scheuert nicht und ist bunt und gefällig. Ach so ja, Schmutz nimmt es auch nicht an. Tony schau Dir das ruhig mal auf unserer Seite an: www.sieltec.de

Was sollten denn Ponys und Besitzer an Grundvoraussetzungen mitbringen, damit das mit dem Skijöring bzw. dem Schlittenfahren auch Spaß macht?

Natürlich soll das Pony nervlich auch belastbar sein, ein gutes Verhältnis zu seinem Besitzer haben, eine gewisse Grundkondition aufgebaut haben und beide sollten keine Spaßbremsen sein, sondern das Spiel mit den Elementen genießen können. Ich gehe mal davon aus, dass das Tier geritten wird, weiß was Zügelhilfen bedeuten und auch durch vorbereitende Bodenarbeit schon ein gewisses Maß an Gelassenheit erworben hat. Ein Überfall des Ponys mit dem Schlitten ohne Vorbereitung und sorgfältiges Heranführen an die neue Aufgabe ist unbedingt zu vermeiden.

Leider ist das mit dem Schnee ja so eine Sache. Wirkliche schöne Schnee-Winter gibt es selten. Kann man das Geschirr auch noch anderweitig verwenden?

Klar, man kann auch Rollerjöring in den verschiedensten Spielarten betreiben. Inliner auf der Straße oder Skikes im Gelände. Es gibt inzwischen da richtig geländegängige Roller oder auch Boards. Das ist dann schon recht anspruchsvoll. Auf der Hannover Messe „Pferd & Jagd“ haben wir mal einen Moderator vom NDR im Galopp durch die Halle auf einem Snowboard gezogen. Er nannte das dann Horseboarding. Außerdem kann man dieses Brustblattgeschirr weiter aufrüsten zu einem Kutschengeschirr. Vielleicht kommt ja der eine oder andere auf den Geschmack des Fahrens. Ein kleiner Einachser, Sulky oder Gig ist eine tolle Sache und durchaus für Tier und Mensch eine sportliche Herausforderung und Abwechslung. Wenn man erst einmal infiziert ist, lässt das einen nicht mehr los.

Woh... hört sich spannend an. Generell sagt man meiner Rasse ja eine gewisse Nervenstärke voraus. Wie sieht es denn aus Ihrer Erfahrung grundsätzlich mit den Isländern im Fahrsport bzw. beim Fahren aus?

Vor 10/15 Jahren sah man kaum Isländer vor der Kutsche, heute verkaufen wir doch schon eine beträchtliche Anzahl unserer Geschirre an Isi-Leute. Wir haben sogar eine Kundin auf Island, die dort zwei- bis vierspännig mit den Isis fährt, natürlich in den Nationalfarben. Aber auf Island selbst wird ihrer Aussage nach sehr wenig gefahren, das ist wohl einfach dort traditionell nicht angesagt gewesen. Meiner Meinung nach eignet sich der Isländer aber sehr gut zum Fahrsport, da er wesensstark, scheufrei, klar im Kopf und mutig ist, genau wie es sein soll.

Lieber Herr Krüger, Danke für das Interview! Wir werden das schöne Geschirr sicher auch ohne Schnee mal zum Einsatz bringen. Und wer weiß, vielleicht werde ich ja auch noch ein zumindest Teilzeit-Fahrpony.


Info:


Sieltec GmbH & Co. KG
Dietmar Krüger
Groß Malchau 56
29597 Stoetze
Telefon: +49 5872 98671-100
office@sieltec.de

www.sieltec.de


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