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von Veronika Raithel

März 2016 - Mein erstes Fotoshooting

Endlich Sonne! Ich stehe zufrieden auf meinem Paddock und lasse mir den immer noch dicken Winterpelz wärmen. Mein Frauchen kommt um die Stallecke und strahlt übers ganze Gesicht. Am Putzplatz angekommen sehe ich mit Grausen eine ganze Reihe an bunten Flaschen neben dem Putzkasten. Die hat irgendwas mit mir vor. Jetzt fängt sie an mich von oben bis unten gründlichst zu putzen. Das wäre noch ganz nett, wenn sie dann nicht noch anfangen würde, mich von oben bis unten mit irgendwelchen stinkenden Zeug einzusprühen. Plötzlich hält ein dunkles Auto am Stall. Eine junge Frau steigt aus und kommt auf uns zu. Sie sieht sehr nett aus. Nachdem sie mit meinem Frauchen kurz verschwunden war, kommt sie wieder und hängt sich ein etwas seltsames Gerät um den Hals. Dann geht es los. Zuerst in den Wald und auf den Feldweg am Stall, wo ich immer eine Zeit lang einfach rumstehen muss. Am Schluss wird es am lustigsten: Meine ganze Herde und ich dürfen auf der großen Koppel richtig Gas geben! Das hat uns allen, auch den Menschen, richtig Spaß gemacht.


Mein Interview mit Pferdefotografin Claudia Rahlmeier (Bild links)


Tony: Das war ein richtig lustiger Nachmittag. Wie bist du denn dazu gekommen, speziell uns Pferde zu fotografieren?

Claudia: Oh ja Tony, das fand ich auch! Ich selber habe sehr früh angefangen zu reiten und so die Liebe zu den Pferden entdeckt. Viel Später, 2011, kam dann die erste eigene Spiegelreflexkamera und es zog mich vom ersten Moment zu den Pferden. Ihr seid einfach so unglaublich schöne Geschöpfe mit viel Charakter! Die Power, Eleganz und Anmut wollte ich in meinen Bildern festhalten.

Tony: Also gehört zu deinem Job auch eine große Liebe und viel Verständnis für uns Pferde? So ganz einfach ist es ja nicht, uns zu fotografieren. Ich könnte mir vorstellen, dass manche von uns auch Angst vor diesem komischen Gerät haben?

Claudia: Definitiv! Die Liebe zu den Pferden trag ich quasi schon immer in mir und Verständnis sowie viel Pferdeverstand erleichtert die Arbeit ungemein. So richtig Angst hatte noch kein Pferd vor meiner Kamera. Eher seid ihr oft neugierig, wer da mit so einem „großen Rohr“ in der Wiese sitzt.

Tony: So ein Fototermin mit dem Profi ist natürlich etwas ganz besonderes. Was sind denn die grundlegenden Dinge, die jeder Pferdebesitzer beachten sollte, um selbst auch nette Fotos von seinem Liebling schießen zu können?

Claudia: Da gibt es schon einige Dinge. Das A und O ist, dass man euch so richtig auf Hochglanz poliert. Sobald es das Wetter zulässt, darf es hier optimaler weise eine Ganzkörperdusche sein um den Staub und Dreck raus zu waschen. Danach glänzt das Fell so richtig schön. Das gleiche gilt auch für jegliches Equipment – Trense, Sattel, Halfter, aber auch die Stiefel des Reiters und die Klamotten sollten nicht willkürlich gewählt sein. Eine schöne Trense oder ein schickes Lederhalfter machen sich super für Portraits vom eigenen Pferd. Ganz wichtig ist vor allem der Hintergrund. Geht ruhig ein Stückchen vom Stall weg und sucht euch einen schönen ruhigen Hintergrund. Einen Wald oder einen schönen Baum. Dann sollte man noch darauf achten, das Pferd von unten nach oben zu fotografieren. So sollte der Fotograf beim fotografieren in die Hocke gehen – das gibt den besten Blickwinkel. Ganz wichtig ist auch ein, zwei Helfer, denn fotografieren, Pferd halten und Animieren auf einmal, wird schwer ;)

Tony: Braucht man denn als Laie eine besondere Ausstattung? Auf was sollte man achten, wenn man sich selbst eine kleine Fotoausstattung speziell für Pferde- bzw. Tieraufnahmen zu legt?

Claudia: Hier ist darauf zu achten, dass man sich auf jeden Fall ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von mind. 130mm zulegt. Sehr zu empfehlen ist hier ein Telezoom Objektiv 70-200mm. Dann sollte man auch darauf achten, dass das Objektiv sehr lichtstark ist. Ansonsten hat man es in vielen Situationen nicht einfach und auch die Bildoptik ist mit einem lichtstarken Objektiv, durch seine kleine Blende, sehr viel schöner.

Tony: Wenn es dann aber mal was ganz besonderes sein soll, ist natürlich der Profi gefragt. Wie viel muss Frauchen oder Herrchen denn investieren, um seinen vier Beinen mit Liebling mal so richtig in Szene setzen zu lassen?

Claudia: Ein Fotoshooting gibt es ab 149€. Service, Spaß und gute Laune natürlich inklusive.

Tony: Na, das ist es doch sicherlich wert! Uns hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns, wenn wir uns im Sommer wieder sehen!

Info:
PFERDEFOTOGRAFIE Claudia & Sven Rahlmeier GbR
Obere Hauptstraße 9a, 85376 Massenhausen
Mobil: +49 175 15 78 017
Mail: hello@claudiarahlmeier.de

http://www.claudiarahlmeier.de/


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