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Tonys Interviewecke

 

Interview mit Bernd Hackl

von Veronika Raithel

Da hat der Pony-Reporter nicht schlecht gestaunt: Ein echter Fernsehstar direkt vor seiner Haus- bzw. Stalltür!
Anfang April war der einem breiten Publikum bekannte Pferdeprofi tatsächlich für einen kurzen Besuch samt Verladetraining auf dem Gelände in der Nähe des Ammersees. Diese Gelegenheit wurde sofort für ein neues Tony- Interview genutzt.

Bild links: Bernd Hackl mit Isi-Reporter Tony

 

 

Tony: Bernd, Du kommst ja eher aus der Western-Szene: wieviel vierbeinige Isländer kennst Du persönlich?

Bernd: so ca. 10 Stück, zum Teil in Beritt, zum Teil als Einsteller auf meinem Hof. Ich hatte auch schon Kontakt mit der „Isi-Szene“, zum Beispiel mit Stephan Schuhmacher, Susi Dedecek.

Tony: Schon mal selber Gangpferde geritten?

Bernd: Ja! Neben den Isländern auch Missouri Foxtrotter und Paso Peruanos

Tony: Was sollen Pferde bei Dir lernen?

Bernd: Mir ist wichtig, dass die Pferde die Kommunikation mit dem Menschen lernen. Die soll immer auf Vertrauen und Respekt von beiden Seiten beruhen. Bei mir gibt es keine Leckerli, aber natürlich viel Lob, wenn es klappt.

Tony: Wie wichtig ist für Dich die Reitweise (Englisch, Western etc.)?

Bernd: Unter Reitweise verstehe ich gutes oder schlechtes Reiten und hier zählt für mich nur das gute Reiten! Ob das als Englisches, Western oder sonst ein Reiten durchgeführt wird, ist Nebensache.

Tony: Arbeitest Du nur mit Problempferden oder auch mit „normalen“ Pferden?

Bernd: Nicht nur mit Problempferden; die Mehrzahl der Pferde sollen eine solide Grundausbildung bekommen, auch damit sie erst gar keine Problempferde werden. Momentan biete ich aber keinen Beritt bzw Ausbildung an(außer für die "Pferdeprofis"), sondern gebe ausschließlich Kurse. In diesem Jahr werden es 120 sein, mit verschiedenen Inhalten (auch zum Beispiel Bodenarbeitskurse) und verschiedenen Zielgruppen, von Freizeitreitern bis hin zu Dressur-Turnierreitern.

Tony: Du bist ja berühmt und viele kennen Dich aus dem Fernsehen. Dort werden immer sehr spektakuläre Fälle gezeigt. Wer sucht die aus? Hast Du da ein Mitspracherecht?

Bernd: Es gibt ein Casting-Team, das solche Fälle aufspürt und mir dann präsentiert. Natürlich werden da spektakuläre Fälle eher bevorzugt, auch wegen der Einschaltquoten muss ein wenig Spannung sein. Es gibt pro Fall ca. 5 Drehtage, aber die Arbeit mit den Pferden dauert insgesamt natürlich viel länger. Hier ist es für mich immer schwierig, für die Drehtage genau die Momente zu erwischen, in denen das Pferd in der Ausbildung/Korrektur tatsächlich einen Fortschritt macht um so den „Vorher-Nachher“-Effekt für die Zuschauer deutlich zu machen.

Tony: Vielen Dank und weiterhin alles Gute und viel Erfolg für Deine Arbeit! Viele Pferde werden Dir das sicherlich auch danken.

Interview: Veronika Raithel für Fleygur
Bild: copyrigt Veronika Raithel
Mehr über Bernd Hackl erfahren Sie hier auf seiner Webseite: